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Omarchy installieren: Die komplette Anleitung Schritt für Schritt
Omarchy 4.0.2 installieren: ISO prüfen, USB-Stick schreiben, BIOS vorbereiten, Installer Frage für Frage, Dual Boot neben Windows und die erste Stunde danach.
Von Boaz Lichtenstein Bei Google bevorzugen

Der Stick steckt, das Bootmenü blinkt, und die eine Frage, die den Unterschied macht, steht in keiner Bootreihenfolge: Ist auf dieser Platte noch etwas, das du brauchst? Omarchy installiert sich in wenigen Minuten, verschlüsselt per Voreinstellung und ohne Rückfrage, ob du die Snapshot-Mechanik verstanden hast. Genau deshalb lohnt sich die Viertelstunde davor mehr als die fünf Minuten der Installation selbst.
Diese Anleitung geht den Weg vom Download bis zur ersten Stunde im fertigen System durch, Frage für Frage entlang des echten Installers (Stand: 5. September 2026, Omarchy 4.0.2). Grundlage sind das Omarchy-Handbuch, die Release-Notes und der Quellcode des Installers; wo etwas nicht dokumentiert ist, steht das dabei. Was Omarchy überhaupt ist und für wen es taugt, klärt die Einordnung zu Omarchy als Linux für Entwickler mit KI-Agenten. Hier geht es nur ums Installieren.
Das Wichtigste in Kürze
- Omarchy 4.0.2 (31. August 2026) kommt als 6,2 GB großes ISO von iso.omarchy.org, mit SHA256-Prüfsumme und PGP-Signatur daneben; die Installation dauert laut Handbuch unter einer Minute bis maximal fünf.
- Vor dem Boot vom Stick: Secure Boot und/oder TPM im BIOS aus, bei Dual Boot BitLocker in Windows vollständig entschlüsseln, Backup gemacht, Tastatur mit Kabel oder 2,4-GHz-Dongle bereit.
- Der Installer fragt Tastaturlayout, Benutzername, Passwort, Name, E-Mail, Hostname und Zeitzone ab, dann das Ziel-Laufwerk und den Modus: Vollplatte oder Free-Space-Install neben einem bestehenden System. Verschlüsselt wird per Voreinstellung, Ctrl+C schaltet es ab.
- Ein einziges Passwort gilt bei der Installation für Laufwerk, Benutzer und root; im laufenden System lassen sich beide getrennt ändern.
- Nach dem ersten Start zuerst Update > Omarchy, dann Skalierung, Tastaturlayout, Fingerabdruck und Standard-Agent. Snapshots sichern das Root-System, nicht
/home.
Voraussetzungen: Was vor dem Download geklärt sein muss
Omarchy braucht einen x86-64-Rechner, einen USB-Stick mit mindestens 8 GB, für Dual Boot mindestens 32 GB freien Platz und eine Tastatur mit Kabel oder Funk-Dongle. Offizielle Mindestwerte für Arbeitsspeicher oder Prozessor nennt das Projekt nicht. Intel-Macs sind unterstützt, Apple Silicon ist es nicht.
Zur Hardware im Detail: Der Installer erkennt Geräte und zieht Anpassungen selbst nach. Im Repository liegen Skripte für Nvidia-Grafik, Intel-Audio, Apple-, ASUS-, Dell-XPS-, Framework-, Surface- und Tuxedo-Geräte (Stand 5. September 2026). Ein Rechner, der auf keiner dieser Listen steht, läuft deshalb nicht automatisch schlechter; er bekommt nur keine Sonderbehandlung. Ein alter Zweitrechner ist der beste Testkandidat, und wer keinen hat, findet in unserem Beitrag zu Refurbished statt neu den günstigsten Weg zu einem.
Zum Backup nur ein Satz, weil er wichtig ist: Ein Snapshot, den Omarchy später anlegt, ist kein Backup. Wie eines aussieht, das den Namen verdient, steht in der 3-2-1-Regel für Backups.
Schritt 1: ISO laden und prüfen
Das aktuelle ISO liegt unter https://iso.omarchy.org/omarchy-4.0.2.iso, daneben die Dateien .sha256 und .sig. Prüfe mindestens die Prüfsumme, bevor du den Stick schreibst: Ein abgebrochener Download ist die häufigste Ursache für einen Stick, der nicht bootet oder mitten in der Installation abbricht.
Unter Linux und macOS reichen drei Befehle:
curl -LO https://iso.omarchy.org/omarchy-4.0.2.iso
curl -LO https://iso.omarchy.org/omarchy-4.0.2.iso.sha256
sha256sum -c omarchy-4.0.2.iso.sha256
Die Antwort muss omarchy-4.0.2.iso: OK lauten. Auf macOS heißt der Befehl shasum -a 256 omarchy-4.0.2.iso, unter Windows in der PowerShell Get-FileHash .\omarchy-4.0.2.iso -Algorithm SHA256; in beiden Fällen vergleichst du die Ausgabe von Hand mit dem Inhalt der .sha256-Datei. Für 4.0.2 beginnt der Wert mit 2ef8e624 und endet auf 2373cfb8.
Wer weiter gehen will, prüft die Signatur. Omarchy signiert ISOs und Pakete mit dem Schlüssel 40DFB630FF42BCFFB047046CF0134EE680CAC571, der auf keys.openpgp.org hinterlegt ist:
gpg --keyserver keys.openpgp.org --recv-keys 40DFB630FF42BCFFB047046CF0134EE680CAC571
gpg --verify omarchy-4.0.2.iso.sig omarchy-4.0.2.iso
Die Versionsnummer im Dateinamen wandert mit jedem Release. Der Download-Link auf omarchy.org zeigt immer auf das aktuelle ISO; wer diese Anleitung später liest, setzt die Nummer entsprechend ein.
Schritt 2: USB-Stick schreiben
Das Handbuch empfiehlt balenaEtcher auf Mac und Windows und caligula unter Linux. Beide schreiben das ISO roh auf den Stick, alles darauf geht verloren. dd funktioniert ebenfalls, verzeiht aber kein falsches Ziellaufwerk.
- balenaEtcher (grafisch): „Flash from file“ auf das ISO, „Select target“ auf den Stick, „Flash“. Etcher verifiziert nach dem Schreiben automatisch.
- caligula (Terminal):
caligula burn omarchy-4.0.2.isofragt interaktiv nach dem Ziel, zeigt Größe und Modell an und prüft nach dem Schreiben gegen. - Stick behalten: Nach der Installation brauchst du ihn nicht mehr, aber für einen späteren Factory Reset oder eine Neuinstallation ist ein fertiger Stick in der Schublade Gold wert.
Schritt 3: BIOS vorbereiten und vom Stick starten
Zwei Schalter im Firmware-Setup entscheiden, ob der Stick überhaupt startet: Secure Boot muss aus sein, TPM je nach Gerät ebenfalls. Das Handbuch formuliert es wörtlich als „You must turn off Secure Boot and/or TPM in the BIOS“. Danach wählst du den Stick als Bootgerät.
Welche Taste ins Firmware-Setup oder ins Bootmenü führt, hängt vom Hersteller ab; üblich sind F2, F12, Esc oder Entf beim Einschalten. Im Zweifel hilft die Suche nach „Boot Menu“ plus Gerätename. Windows 11 startet auch ohne Secure Boot weiter; nur Software, die Secure Boot ausdrücklich verlangt, etwa manche Anti-Cheat-Systeme, meldet sich danach. Ein Plan, Omarchy per Microsoft-signiertem Shim auch mit aktivem Secure Boot zu booten, liegt seit August 2026 im ISO-Repository; er ist nicht umgesetzt.
Auf einem Intel-Mac sieht der Weg anders aus, weil Apple die Schalter in der Wiederherstellung versteckt: Mac ausschalten, beim Einschalten sofort Command-R halten, unter „Utilities > Startup Security Utility“ Secure Boot auf „No Security“ setzen und „Allow booting from external or removable media“ erlauben. Danach neu starten, sofort die Optionstaste halten und das orange „EFI Boot“-Gerät wählen. Zwei Dinge sollten vorher klar sein: Die Installation löscht die Platte samt macOS, das sich nur über die Internet-Wiederherstellung zurückholen lässt, und auf den Modellen mit T1-Chip (die 2016er MacBook Pro mit Touch Bar) funktionieren Touch Bar und Ton laut Handbuch nicht. Auf T2-Macs von 2018 bis 2020 richtet der Installer den angepassten Kernel, Audio, Broadcom-Firmware und die Lüftersteuerung automatisch ein.
Schritt 4: Der Installer, Frage für Frage
Der Installer ist ein Textassistent: Return startet ihn, dann folgen Tastaturlayout, Benutzerkonto, Zusammenfassung, Laufwerk, Installationsmodus und die letzte Bestätigung. Erst danach wird auf die Platte geschrieben. Esc geht jeweils zurück, Ctrl+C hat auf zwei Bildschirmen eine Sonderfunktion.
- Begrüßung. Logo, Tagline, „Press Return to Start Install“. Return.
- Tastaturlayout. Eine Liste mit Vorauswahl „English (US)“; hier das deutsche Layout wählen. Das Layout gilt sofort für alle weiteren Eingaben und später auch für die Passwortabfrage der Verschlüsselung beim Booten. Ctrl+C auf diesem Bildschirm ist der Einstieg in „Rechner für jemand anderen vorbereiten“ (siehe unten).
- Benutzername. Nur Buchstaben und Ziffern, keine Leerzeichen; der Platzhalter nennt „dhh“ als Beispiel. Reservierte Systemnamen lehnt der Installer ab.
- Passwort und Bestätigung. Der Platzhalter sagt, wofür es gilt: „Used for user + root, and disk encryption when enabled“. Ein Passwort für drei Dinge. Wähle Zeichen, die auf deinem Layout eindeutig liegen; ein Passwort mit y und z ist genau dann ärgerlich, wenn beim Booten doch das US-Layout aktiv ist.
- Name und E-Mail. Optional, nur für die Git-Konfiguration; Return überspringt.
- Hostname. Return setzt „omarchy“; sonst 1 bis 63 Zeichen aus Buchstaben, Ziffern und Bindestrichen.
- Zeitzone. Eine Liste mit Vorschlag; „Europe/Berlin“ auswählen oder tippen.
- Zusammenfassung. Tabelle mit allen Angaben, Passwort maskiert. „Does this look right?“ Mit „No, change it“ geht es zurück zum Layout.
- Laufwerk. „Select install disk“ zeigt jedes Laufwerk mit Größe, Modell und vorhandenen Partitionen; der Installations-Stick selbst wird ausgeblendet. Lies die Zeile zweimal, wenn mehr als eine Platte im Rechner steckt.
- Installationsmodus. „Full disk install“, „Free space install (alongside existing data)“ und „Choose a different disk“. Der Free-Space-Eintrag erscheint nur, wenn der Stick im UEFI-Modus gestartet wurde und die Platte unpartitionierten Platz hat. Eine leere Platte springt direkt zur Bestätigung.
- Bestätigung. „Everything will be overwritten. There is no recovery possible.“ Darunter „Yes, install“. Ctrl+C schaltet auf „Yes, install without encryption“ um, ein zweites Ctrl+C zurück. Verschlüsselt ist die Voreinstellung, und so sollte es bleiben.
- Installation. Ein Fortschrittsbildschirm zeigt die Phasen, von „Preparing install target“ über „Installing Arch + Omarchy“ bis „Finalizing Limine boot“ und „Validating boot setup“. Auf modernen Rechnern ist das laut Handbuch in unter einer Minute erledigt, auf älteren in höchstens fünf.
- Neustart. „Reboot Now“ bestätigen, Stick abziehen, sobald der Bildschirm schwarz wird.
Was der Installer dabei auf die Platte legt, steht im Quellcode: eine GPT-Partitionstabelle, eine 2 GB große EFI-Partition, darauf ein LUKS2-Container mit Btrfs und den Subvolumes @, @home, @log und @pkg mit zstd-Kompression, dazu der Bootloader Limine mit einem Unified Kernel Image. Den Kernel wählt der Installer selbst, auf T2-Macs den angepassten linux-t2. Eine Sprachfrage gibt es nicht: Das System läuft auf en_US.UTF-8, deutsche Datums- und Zahlenformate stellst du später in /etc/locale.conf nach.
Variante: Dual Boot neben Windows
Die Installation neben Windows unterscheidet sich in drei Punkten: Platz schaffen, BitLocker abschalten, Windows nachträglich ins Bootmenü holen.
- Platz schaffen: In Windows „Datenträgerverwaltung“ öffnen, die Systempartition mit Rechtsklick verkleinern („Volume verkleinern“) und mindestens 32 GB frei lassen, plus 2 GB, falls die Platte noch keine EFI-Partition hat. Den freien Bereich nicht formatieren; der Installer will unpartitionierten Platz. Fehlt er, bietet der Installer unter „Open partition tool“ cfdisk an.
- BitLocker ausschalten, nicht nur anhalten: Der Installer sucht die BitLocker-Signatur auf jeder Partition und bricht ab, wenn er sie findet; im Code steht ausdrücklich „Suspending BitLocker is not enough“. Der Weg in Windows: Einstellungen > Datenschutz und Sicherheit > Geräteverschlüsselung, dann warten, bis die Platte fertig entschlüsselt ist.
- Free space install wählen. Der Installer lässt die Windows-EFI-Partition unangetastet und legt eine eigene an; im Quellcode steht auch, warum: Die Windows-Partition ist mit 100 bis 260 MB zu klein für Omarchys Kernel-Images, Windows-Updates könnten sie umformatieren, und eine gemeinsame Partition würde die Verschlüsselung verhindern.
- Nach dem ersten Start
limine-scanim Terminal ausführen. Das trägt den Windows Boot Manager ins Limine-Menü ein; beim nächsten Boot stehen beide Systeme zur Wahl.
Variante: Rechner für jemand anderen
Wer ein Gerät für ein Familienmitglied, eine neue Kollegin oder einen Käufer aufsetzt, drückt auf dem Tastaturbildschirm Ctrl+C und bestätigt „Prepare this machine for another owner“. Omarchy installiert dann sofort auf die volle Platte, verschlüsselt mit einem Wegwerf-Passwort, und verschiebt Layout, Benutzername und Passwort auf den ersten Start. Das Passwort, das die neue Besitzerin dort wählt, wird zugleich das Verschlüsselungspasswort; der Container wird dafür neu verschlüsselt. Für Flotten und VMs gibt es zusätzlich den unbeaufsichtigten Modus: Liegt ein zweites Laufwerk mit dem Label cidata und den Konfigurationsdateien an, überspringt der Installer den Assistenten komplett.
Schritt 5: Die erste Stunde im neuen System
Nach dem Neustart zeigt Limine kurz sein Menü, dann fragt LUKS das Passwort ab, danach meldet Omarchy dich automatisch an. Die erste Stunde gehört fünf Einstellungen: Update, Skalierung, Tastatur, Sicherheit, Agent. Alles davon erreichst du über das Omarchy-Menü auf Super + Space.
- Update zuerst. Update > Omarchy, im Terminal
omarchy update. Das legt vor dem Einspielen einen Snapshot an, führt Migrationen aus und zieht alle Pakete nach. Ein direktespacman -Syublockt Omarchy mit einem Hinweis, weil es Snapshot und Migrationen überspringen würde. Firmware für BIOS, SSD und Dock gibt es getrennt unter Update > Firmware. - Skalierung. Omarchy geht von einem hochauflösenden Display mit doppelter Skalierung aus. Auf einem 1080p- oder 1440p-Bildschirm wirkt deshalb alles riesig:
Super + /undSuper + Alt + /stufen die Skalierung durch und merken sich die Wahl. Wer nur die Schrift ändern will, nimmtomarchy display text size 14. Eigene Werte stehen inmonitors.luaüber Setup > Monitors. - Tastatur. Das Layout aus dem Installer gilt bereits. Willst du zwischen Layouts wechseln oder Caps Lock zurück, geht das in
input.luaüber Setup > Input; Caps Lock ist in Omarchy per Voreinstellung die Compose-Taste für Emojis und Sonderzeichen. - Sicherheit. Fingerabdruck unter Setup > Security > Fingerprint, danach entsperrt der Finger Sperrbildschirm, sudo und Systemdialoge. SSH bleibt aus, bis du es unter Setup > Security > SSHD einschaltest; die Firewall blockt sonst alles Eingehende außer Port 53317 für LocalSend. Die beiden Passwörter trennst du unter Update > Password: „Drive Encryption“ für die Platte, „User“ für Login und sudo. Docker landet seit 4.0.1 nicht mehr automatisch in der Benutzergruppe; das ist ein Opt-in im Setup-Menü.
- Agent. Eine einmalige Benachrichtigung lädt dich ein, den Standard-Agenten zu wählen; alternativ Setup > Defaults > Agent oder
omarchy default agent claude. Ist die CLI noch nicht installiert, holt die Auswahl sie nach.Super + Shift + Ctrl + Astartet den Agenten danach in einem eigenen Terminal, laut Handbuch in seinem Nicht-nachfragen-Modus. Wer einem Agenten Schreibrechte auf dem eigenen System gibt, sollte vorher verstanden haben, wie Prompt Injection bei KI-Agenten funktioniert.
Zwei Handgriffe lohnen sich noch am ersten Tag: omarchy-snapshot create legt einen manuellen Snapshot des sauberen Systems an, den du im Limine-Menü zurückholen kannst. Und omarchy hibernation setup richtet den Ruhezustand ein, falls er im System-Menü fehlt; das Swap-Subvolume dafür ist so groß wie dein Arbeitsspeicher.
Die häufigsten Fehler
- Der Stick bootet nicht. Meist steht Secure Boot noch auf „Enabled“, seltener ist der Download unvollständig. Erst die Prüfsumme kontrollieren, dann das Firmware-Setup.
- „Free space install“ fehlt in der Auswahl. Entweder wurde der Stick im Legacy-BIOS-Modus gestartet statt per UEFI, oder der freigeräumte Bereich wurde in Windows versehentlich als Partition angelegt. Der Installer will unpartitionierten Platz.
- BitLocker nur angehalten. Der Installer bricht mit „BitLocker is enabled on this disk“ ab. Vollständig entschlüsseln, das kann bei großen Platten dauern.
- Bluetooth-Tastatur beim Passwort-Prompt. Der Bildschirm reagiert nicht, weil der Bluetooth-Stack erst nach dem Entsperren läuft. Kabel oder 2,4-GHz-Dongle anstecken.
- Passwort mit Layout-Falle. Wurde im Installer das US-Layout stehen gelassen, sind beim Boot y und z vertauscht und Sonderzeichen liegen woanders. Nach zu vielen Fehlversuchen beim Login hilft Ctrl+Alt+F2, root-Login und
faillock --reset --user deinname. - Gewohnheits-
pacman -Syu. Omarchys Guard stoppt den Befehl. Das ist Absicht:omarchy updatenimmt Snapshot und Migrationen mit. - Snapshot als Backup verstanden. Der Rollback über Limine stellt das Root-System her, nicht
/home. Eigene Dateien sichert nur ein echtes Backup.
Wenn das ISO nicht passt: VM, Apple Silicon, manuelle Installation
Nicht jeder Rechner nimmt das ISO. Für virtuelle Maschinen, ARM-Geräte und Sonderfälle gibt es dokumentierte Umwege, die alle mehr Handarbeit verlangen als der Stick.
- Virtuelle Maschine: VirtualBox, VMware Workstation und Parallels laufen laut Handbuch über von der Community gepflegte Anleitungen; VirtualBox mit dem Hinweis, dass die Leistung „probably won’t be great“ ist. Für wiederholbare VMs, etwa in Proxmox oder mit Packer, ist der unbeaufsichtigte Modus mit
cidata-Laufwerk der saubere Weg. Die Konfigurationsdateien dafür schreibt ein einmaliger interaktiver Durchlauf nach/root. Zwei Warnungen aus dem Handbuch: Verschlüsselte Installationen bleiben auch dann nicht ganz unbeaufsichtigt, weil beim ersten Boot jemand die Passphrase tippen muss, und die Konfiguration trägt diese Passphrase im Klartext. - Apple Silicon: Nicht unterstützt. Das Handbuch verweist auf Asahi Alarm und eine Community-Anleitung, mit dem Zusatz „with some effort“. Ein Zweitgerät mit x86-64 ist der ehrlichere Test.
- Manuelle Installation: Wer das ISO nicht nutzen kann, installiert vanilla Arch über
archinstallmit Btrfs, LUKS, Limine als Bootloader, PipeWire und einem Benutzerkonto und führt danachcurl -fsSL https://omarchy.org/install | bashaus. Das dauert 5 bis 30 Minuten, weil alles aus dem Netz kommt, und das Handbuch sagt selbst, dass die meisten das nicht tun sollten. Zwei Folgen sind dokumentiert: Der Factory Reset fehlt, weil er den Basis-Snapshot des ISO-Installers braucht, und die Verschlüsselung ist Pflicht, da Omarchy nach dem Entsperren automatisch anmeldet. - Steam Deck und NixOS: Für beide gibt es Community-Projekte, die das Handbuch verlinkt, ohne sie zu betreuen.
Unterm Strich
Die Installation von Omarchy ist der leichteste Teil: fünf Minuten, ein Assistent, keine Partitionierungsrätsel. Die Arbeit liegt davor und danach. Davor entscheiden Secure Boot, BitLocker, Tastatur und Backup darüber, ob der Abend entspannt wird. Danach entscheiden Update, Skalierung und die Wahl des Agenten darüber, ob das System am dritten Tag noch Freude macht. Wer die Checkliste oben abarbeitet, hat den Rechner in einer Stunde am Laufen. Und wer noch zögert: Ein alter Laptop mit einem 8-GB-Stick ist ein risikoloser Test, der mehr sagt als jedes Video.